Der Ursprung der Tierkreiszeichensymbole ist offenbar im Lauf der Zeit verlorengegangen.
Manche dieser Symbole begegnen uns in 2000 Jahre alten griechischen Horoskopen, andere sehen aus wie alchemistische Zeichen, und wieder andere erinnern an die Gestalt der betreffenden Konstellation.
Der 360º-Kreis und die zwölf 30º-Teilungen des Tierkreises wurden zwar ursprünglich von den mesopotamischen Priester-Astrologen des zweiten vorchristlichen Jahrtausends und ihren Nachfolgern entwickelt, doch verdanken wir den Aufbau unseres heutigen Horoskops der symbolischen Mathematik jener frühen griechischen Mathematiker und Philosophen, die ab dem siebten vorchristlichen Jahrhundert die Entwicklung der astrologischen Wissenschaft und Kunst in Riesenschritten vorantrieben.
Die alten Griechen waren überzeugt davon, daß die Wahrheit vermöge ihres innersten Wesens gut, harmonisch und schön sei. Sie schufen ein symmetrisches, wohl ausgewogenes Modell des Universums und ebenso des Horoskops, das sie nun erstmalig nicht nur auf Anführer und Könige als Personifizierungen ihrer jeweiligen Länder, sondern auch auf individuelle Menschen anwendeten.
Zahlensymbolik ist der Generalschlüssel nicht nur zur Deutung der astrologischen Zeichen, sondern auch zu Verständnis und Deutung der Planeten, Häuser und Aspekte ebenso wie zu einer Vielzahl anderer astrologischer Techniken. Sie ist die Tür und der Schlüssel zu einem wahren Verstehen der astrologischen Seelenwelt.
Jung entdeckte, daß die Zahlensymbolik nicht nur grundlegend für Astrologie und Alchemie ist, sondern auch psychologisch als „Archetyp einer Ordnung“ definiert werden kann, „die bewußt geworden ist“.